| Mit dem "Rhein*Star" von Hehn im Winter auf Nordlandtour Februar 2004, Klaus Mülter | |
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| "Was willst du denn da oben in der Kälte", fragte ein Nachbar, der sich mit seinem Wohnmobil im Winter ausschließlich in Südeuropa aufhält. Auf den Punkt gebracht: Wir haben kein rollendes Schlafzimmer mit Fernseher, sondern ein Reisewohnmobil zum Reisen zu jeder Jahreszeit, weil wir Land und Leute kennenlernen wollen, und zum gemütlichen und bequemen Wohnen. Deshalb die geräumige Hecksitzgruppe und die Abtrennung zum Führerhaus. Nördlich des Polarkreises muss man mit Temperaturen von minus 30 Grad und mehr rechnen. Schneestürme und Straßensperrungen sind nicht auszuschließen, das Erreichen eines Campingplatzes ist nicht immer gesichert. "Das ist mir zu riskant", sagte meine Frau. "Da fahr´ mal allein rauf!" Um das Ergebnis vorweg zunehmen: Am kältesten Tag meiner Tour betrug die Temperatur - Gott sei Dank - "nur" minus 22 Grad. Etwa dreieinhalb Tausend Kilometer fuhr ich auf Schnee und Eis und bei einem "Abflug" von der Straße mit 60 km/h leisteten unzählige Schutzengel in Sekundenbruchteilen so viel Hilfe, dass der "Rhein*Star" ohne Schramme und Beule auf die Straße zurück gezogen werden konnte. Da war meine Frau nicht nur glücklich, mich wieder zu sehen, sie war auch bereit, im März 2005 mit mir zu einer zweiten Tour aufzubrechen. |
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| Bilder | |
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Ich startete am Sonntag, dem 2. Februar 2004 bei Schneeregen in der Nähe von Hamburg. |
| Eisangler beim Lochbohren in Schweden. In Südschweden lag wenig Schnee, aber "Väterchen Frost" hatte alles fest im Griff. |
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In Höhe Sundvall bei minus 20 Grad mit "gemischten Gefühlen" am zugefrorenen Bottnischen Meerbusen entlang. |
| Der "Rhein*Star" auf dem Campingplatz Skelleftea bei minus 15 Grad. Das Kühlwasser wird mit einer Zusatzheizung warm gehalten, das Wohnmobil wird elektrisch (Heizlüfter) beheizt, um Gas zu sparen (für Notfälle). Heizung als Frostwächter eingeschaltet, falls der Strom ausfällt. Das Abwasser wird im Fahrzeuginnern mit einem Zusatztank aufgefangen und ordentlich entsorgt. |
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Die Zwischenwand ist mit einer Thermomatte "verstärkt". Die Frontscheiben bleiben klar, sie beschlagen nicht durch die Feuchtigkeit aus dem Wohnbereich, und es bildet sich auch kein Eis. Das Führerhaus ist nicht isoliert. Die Wärme geht wegen der Zwischenwand nicht verloren. Wirtschaftliches Heizen! Die Temperatur im Führerhaus entspricht der Außentemperatur, d.h. der Temperaturunterschied zwischen Wohnraum und Führerhaus beträgt 40 Grad und mehr bei einer Kälte von ca. minus 20 Grad. |
| Rentier südlich von Rovaniemi Dort in der Nähe stand auch ein Elch am Fahrbahnrand, der sich jedoch abwandte und im Wald verschwand, als ich mich näherte. So blieb dem "Rhein*Star" u. U. ein Elchtest erspart. |
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Sonnenaufgang Campingplatz Rovaniemi (minus 18 Grad). Anfang Februar ist es nördlich des Polarkreises nicht mehr durchgehend dunkel. Der Wechsel zwischen Tag und Nacht entspricht etwa dem bei uns im Dezember. |
| Das Weihnachtsmanndorf im finnischen Lappland, wo man den Weihnachtsmann das ganze Jahr hindurch leibhaftig erleben kann, liegt wenige Kilometer nördlich von Rovaniemi. | ![]() |
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Bei minus 18 Grad fanden sich morgens um 10 Uhr nur wenige Touristen ein. Am Stromnetz "hing" ein VW-Campingbus aus Deutschland mit zugefrorenen Scheiben. Und ein Reisebus war bereits dort. Mit Japanern! |
| Einsame Fahrt durch die finnische Tundra nördlich von Inari Richtung Karasjok in Norwegen. | ![]() |
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Letzte Pause vor der norwegischen Grenze. |
| Die Holzhäuser von Kautokeino in der Finnmark. In der Stadt wohnen hauptsächlich Samen, die u. a. von der Rentierzucht leben. | ![]() |
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Trucks waren bei Begegnungen wegen der teilweise engen geräumten Straßen und der Sichtbehinderung durch aufgewirbelte Schneewolken gefährlich, was bei mir zu einem "Abflug" mit 60 km/h führte. |
| Es ist hier nicht möglich, zu schildern, was dabei in mir vorging. | ![]() |
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Ein Viking-Bergungsfahrzeug zog den "Rhein*Star" mit der Seilwinde auf die Straße zurück. Kosten: 300 €. Keine Verletzung, keine Schramme, keine Beule, absolut nichts! So viel Glück werde ich wohl nicht ein zweites Mal haben! |
| Am Tag danach zwischen Kautokeino und Alta auf dem höchsten Punkt der Straße (418 m). Die Skandinavier campen auch im Winter, z. B. in Wohnwagen. |
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Von ihren Winterquartieren aus starten sie mit Motorschlitten in die Umgebung. |
| Alta-Fjord erreicht. | ![]() |
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Sonnenaufgang am Alta-Fjord. |
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| Eisvorhänge an | den Felswänden. |
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| Fjordlandschaften - | auch im Winter beeindruckend. |
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| Der "Rhein*Star" am Polarkreis in Norwegen. | ![]() |
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Zugeschneite Polarkreisstation. |
| Dovre-Fjell - südlich von Trondheim. | ![]() |
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Dovre-Fjell - der Wind fegt den Schnee über die Straße. |
| Campingplatz Moelv südlich von Lillehammer. | ![]() |
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Letzte Übernachtung in Schweden. Zugeschneite Frontscheibe? Kein Problem dank Zwischenwand: Schnee/(Eis) entfernen und abfahren. Kein Abtauen/Abbauen, Säubern, Trocknen und Verstauen der Innen-/Außenthermomatten! |
| Krumme Eiszapfen unter dem Alkoven. Während der Tour konnte ich fünfmal nicht auf einem Campingplatz übernachten. Da brauchte ich die Gasreserven. Schneeketten hatte ich dabei, musste sie aber nicht aufziehen. |
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Skandinavien im Sommer - immer eine Reise wert. Skandinavien im Winter - ein besonderes Erlebnis mit dem "Winterreisewohnmobil" von Hehn. |
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