Anreise und die ersten Tage auf Island
bis 12.07.09
Anreise
Da wir noch ausreichend Zeit haben und das jährliche
Familientreffen in die Anreise einbinden können, fahren wir über
den Bodensee durch das Elsass über Karlsruhe, weiter auf der A
5, A 7 über Hamburg nach Flensburg. In Dänemark auf der Autobahn
bis kurz hinter Aarhus und weiter zum Ausgangspunkt unserer Reise dem
Fährhafen Hanstholm.
Auf dem Campingplatz, den einige für die letzte Nacht vor der Abfahrt
der Fähre nutzen, erwartet uns eine Überraschung.
Der Stellplatz für die Wohnmobile sieht aus wie der
Startplatz für die Rallye Paris-Dakar. Lauter Expeditionsfahrzeuge
vom Landcruiser über Unimog bis zum Hanomag und Saurer Diesel Truck.
Der Wahnsinn.
Offensichtlich muss man mit diesen Fahrzeugen nach Island, da man sie
eigentlich nur noch für Asien und Afrika braucht.
Um acht Uhr sind wir am Hafen und obwohl es noch drei
Stunden bis zur Abfahrt dauert hat die Abfertigung schon zügig
und unaufgeregt begonnen.
Wir schätzen an die hundert Wohnmobile/Expeditionsfahrzeuge. Laut
Reiseführer leben auf Island 320 000 Einwohner und 2008 kamen 505
000 Touristen.
Die Fähre legt eine viertel Stunde vor der regulären Abfahrtszeit
ab und ein Womo hat das Nachsehen, wer zu spät kommt den bestraft
das Leben, trifft hier zu. Man soll zwei Stunden vor der Abfahrt einchecken.
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Die Sonne scheint, die See ist so ruhig wie ein Binnensee und
so können wir den Tag an Bord so richtig genießen.
Mit einem sehr netten Ehepaar führen wir interessante Gespräche
und so vergeht die Zeit recht schnell.
Am nächsten Tag ist der Himmel bedeckt, gut für diejenigen,
die sich schon einen sauberen Sonnenbrand geholt haben.
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Auf den Faröer Inseln ist leider nur ein kurzer Stopp, ausreichend
um den Fuß schnell an Land zu setzen, aber die langsame Fahrt
durch die Inseln entschädigt uns. Die steil abfallenden grasbedeckten
Felsen, Häuseransammlungen, die sich zum Schutz gegen den Wind
in Mulden ducken, die tiefhängenden Wolken durch die ab und
zu ein Sonnenstrahl fällt und der auffrischende Wind verleiht
der Fahrt eine ganz besondere Stimmung. |
| Der Norden hat seinen ganz eigenen Charme. |
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Am nächsten Morgen 9 Uhr Ortzeit legen wir bei schönstem
Wetter auf Island an und sind um 10 Uhr von Bord und durch den
Zoll. Hier macht man nur Stichproben, dann aber mit Spürhund
oder mobiler Durchleuchtungsanlage.
Ausgestattet mit einer temporären Einfuhr Plakette für
das Womo, Passkontrolle entfällt wegen Schengen Abkommen,
beginnt für uns das Abenteuer Island.
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Erster Tag auf Island, Donnerstag 02.07.09
sonniger Tag, 21°C, Strecke 98 km
Im Hafen Seydisfjördur versorgen wir uns mit Obst,
Gemüse und frischen Eiern weil man diese Artikel nicht einführen
darf.
| Die Insel zeigt uns gleich was uns erwartet. Es geht
kurvenreich bergauf, vorbei an Wasserfällen und reißenden
Bächen, von der Höhe ein Blick zurück zum Hafen |
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und weiter vorbei an Schneeflecken, Seen mit Resteis
und das alles in ca. 600 bis 700m Höhe. |
Die erste größere Ansiedlung ist Egilstadir
am Lagarflot. Hier befindet sich eine Tankstelle die von den Neuankömmlingen
stark frequentiert wird.
Dem Pulk auf der Ringstrasse entfliehend wenden wir uns gen Norden zur
Küste. Durchfahren auf Teerstrasse und gut präparierter Piste
die Sanderfläche Haradssandur, ein breites aus den Flüssen
Lagarflot und Selfljot gebildetes Tal.
| Kurz vor der Küste wendet sich die Strasse nach
Osten und schraubt sich bergauf. Hoch über dem Tal finden wir
einen schönen Platz für unsere erste Rast und genießen
die Aussicht ins weite Land. |
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Unterwegs sind schon zahlreiche Vögel zu sehen und
Schafe, die sich vor dem Wind schützend in Gräben ducken.
Auf dem Weg hinab in die Bucht von Bakkagerdi begegnen uns die ersten
Island Pferde. Bakkagerdi, wo wir unser Quartier aufschlagen, ist ein
verträumter Fischerort am Fuß eines Elfenfelsens. Die Elfen
haben in Island eine tief verwurzelte Bedeutung und es ist angeraten
die Ehrfurcht vor den Elfen auch als Tourist zu respektieren. Kein Isländer
würde es wagen den Zorn der Elfen auf sich zu ziehen.
Das Wetter ist einmalig, blauer Himmel, Sonnenschein und schön
warm. Die Aussicht in die schneebedeckten Berge ist einmalig schön.
| Mit den Rädern fahren wir 6 km zum Ende der Strasse
wo sich eine Vogelbeobachtungsplattform befindet. An den kurzen
Steigungen muss ich zwar schieben aber ansonsten bewähren sich
unsere Klappräder. |
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Am Vogelfelsen angekommen können wir die hübschen
Papageientaucher (Puffins) bei der Brutpflege beobachten. |
| Die putzigen Vögel brauchen bisweilen mehrere
Anläufe für eine sichere Landung und sichern zuerst nach
allen Seiten, bevor sie mit dem Futter in der Bruthöhle verschwinden.
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Auf dem Felsen gegenüber nisten unzählige Möwen
und unten im ruhigen Wasser ziehen zwischen den fischenden Papageientauchern
ganze Geschwader kleiner Eiderenten dahin. Ein wunderschönes Naturschauspiel.
Gegen 22 Uhr erreichen die Schatten der Berge unseren Standplatz und
dann wird es rasch kühler. Richtig dunkel wird es nicht, denn die
Sonne geht erst gegen Mitternacht unter und um 3 Uhr schon wieder auf,
auch daran werden wir uns gewöhnen.
Freitag 03.07.09
Bakkagerdi, Regen 13°C
In der Nacht setzt leichter Regen ein. Die Wiesen sind
nass, die Wolken hängen tief, nichts zu sehen von den schönen
Bergen. Computerarbeit, kleine Spaziergänge in den Regenpausen.
Samstag 04.07.09
Dichte Nebeldecke, oberhalb 500m Sonne und warm 11,9°C bis 14.5°C
Strecke 122 km
Von Bakkagerdi auf 94 bis Moberg, weiter auf 944 und 926 zurück
auf die Ringstrasse zur Überquerung des Jokulsa, Richtung Norden
auf der 917 über einen 662m hohen Pass mit 15% Steigung in Richtung
Vopnafjördur
Übernachtung irgendwo am Meer nach dem Nedrifoss Wasserfall
Der Regen hat aufgehört, aber eine dichte Nebeldecke
liegt über dem Land. Da Meer ist ruhig und bleigrau. Wir fahren
zurück auf der 94 über den Pass. Der Nebel hüllt uns
in 100m Höhe ein, Sichtweite unter 50m, man sieht kaum den nächsten
Begrenzungspfosten. Unseren schönen Rastplatz von der Hinfahrt
finden wir nicht wieder, so dicht ist der Nebel.
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Auf der 944, deren Anfang eine sehr weiche Piste ist, überqueren
wir den Lagarfljot Fluss auf einer Staudammbrücke.Der Überlauf
stürzt über die Lavafelsen und tost wie ein Wasserfall.
Für die Lachse hat man eine aufwendige Fischtreppe gebaut,
sehr interessant.
Wir folgen der 926 durch ein breites Tal. Am Fluss Jokulsa wird
schwarzer Schotter für den Straßenbau ausgebaggert.
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Überall in den Wiesen sind Schwäne mit Jungen
und Schafe mit Lämmern zu sehen. Auf der Ringstrasse überqueren
wir den Jokulsa nicht ohne uns vorher am Verlauf der alten Strasse die
Brücke über den Fluss anzusehen, ein wenig abenteuerlich,
da die Brücke voll Wasser steht.
| Die Strasse 917 führt gleich hinter der Brücke
wieder nach Norden zum Meer. Dort angekommen geht es mit 15% Steigung
und sehr kurvenreich auf guter Schotterpiste hinauf auf den Hellisheidi
Pass. In 500m Höhe tauchen wir aus dem Nebel auf und können
die Bergwelt in strahlender Sonne und Wärme genießen.
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Auf der Westseite des Passes wächst wunderschönes,
hellgrünes Moos. Es fühlt sich samtweich an und Wasserperlen
auf der Oberfläche glitzern wie Diamanten. |
| Wir tauchen wieder in den Nebel ein und stehen als
es aufklart unvermittelt am Meer. |
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Der Steilküste vorgelagert sind schöne Felsformationen
in denen unzählige Vögel nisten. Es lohnt sich einige
Abstecher zum Meer zu machen. |
| Wir folgen der Küstenlinie. Besichtigen den Wasserfall
Nedrifoss, ein besonders hübsches Exemplar. Einer der zahlreichen
Wasserfälle, die Island zu bieten hat, der sogar auch einen
Namen hat. |
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Die Felsen sind Gras bewachsen und bieten den Möwen
angenehme Nistplätze. Wir finden die Wohnungen ziemlich nass
und laut. |
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Nicht weit von hier bietet sich ein Platz zum Ubernachten
unweit der Strasse aber sehr ruhig. Gut geeignet auch für
einen ausgiebigen Spaziergang durch die Natur.
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Sonntag 05.07.09
12,5°C bis 14,9°C, morgens sonnig, starker Wind später
wolkig und Nieselregen
Von Vopnafjördur auf der 919 zum Torfhof Burstafell, weiter auf
85 nach Norden über
Bakkafjürdur, Porshofn, Raufarhüfn zum nördlichsten Punkt
der Insel, Hraunhofnartangi
Strecke 191 km, überwiegend Schotter
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Die Sonne scheint und so können wir heute morgen die Berge
hinter uns bewundern, die mit ihren unregelmäßigen
Schneeflecken an Orcas erinnern.
Auf der anderen Seite der Bucht liegt die kleine Stadt Vopnafjördur
im Sonnenlicht.
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Auf der 919 in Richtung Süden erreichen wir unser erstes
Tagesziel, den Torfhof Burstarfell.
Dieser Hof wurde 1966 von den letzten Bewohnern an den Staat
übergeben, mit der Auflage ein Museum zu eröffnen. Der
aus Grassoden gebaute Hof, nur die Front ist aus Holz, vermittelt
die frühere Bau-, und Lebensweise der Isländer sehr
anschaulich.
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Wieder auf der 85 wenden wir uns nach Norden. Grasland,
Gletscherflüsse, Wiesenbäche, Schafe, viele Vögel und
ab und zu ein Auto. Berge mit Schneeflecken, große Flächen
mit blauen Lupinen und leuchtend weißes Wollgras.
In der Midfjörbur treffen wir an einer Gabelung Rolf und Irmi aus
Hamburg, man sieht sich in dieser Landschaft schon von weitem. Grosses
Hallo, eine Teestunde mit ausführlichem Ratsch und dann geht es
weiter.
Vorbei an der Halbinsel Langanes mit dem kleinen Ort Porshöfn,
150 Einwohner, ein Schwimmbad, Tankstelle, Bank und Supermarkt . Weiter
entlang der Küste zur Halbinsel Melrakkasletta. Die Tundra der
Malrakkasletta ist die Heimat des isländischen Polarfuchses.
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Mit der Nordspitze der Insel haben wir den nördlichsten
Punkt von Island erreicht. Ein kalter Wind weht uns um die Nase.
Im Schutz eines Kieswalls am Meeresufer finden wir einen windgeschützten
Schlafplatz. |
Auf dem Weg zum Leuchtturm attackieren uns die Möwen.
Offensichtlich sind wir in ihr Brutgebiet geraten und beschließen
der Übermacht zu weichen, den Tieren ihre Ruhe zu lassen und verzichten
auf einen Besuch des Leuchtturms.
Montag 06.07.09
Wechselnd wolkig, nachmittags strahlender Sonnenschein, 9,1°C bis
15,1°C
Auf der 85 um die Halbinsel Melrakaslette bis Asbyrgi
Unser Schlafplatz war super ruhig und relativ windgeschützt.
Beim Frühstück beobachten wir die vielen Vögel. Auf Island
wird man ganz von allein begeisterter Birdwatcher.
Die Halbinsel Melrakaslette gehört zu den einsamsten Gegenden Islands,
was sicherlich auch an dem kargen steinigen Boden liegt, der nur ein
paar Schafen wenig Nahrung bietet. Das rote Dach eines einsamen Gehöftes
leuchtet schon von weitem.
Auf der Westseite von Melrakaslette folgen wir einer schmalen
Piste zum Leuchtturm Raudinupur. Unzählige Wiesenbrüter hocken
zwischen den mageren Grasbuckeln auf ihren Nestern. Schilder warnen
davor das Auto zu verlassen.
Am Ende der Strasse befindet sich eine Farm (wovon die hier wohl leben?)
und dort beginnt ein Wanderweg zum Leuchtturm. Ausgerüstet mit
einem Stecken aus einem Köcher am Trail Head machen wir uns auf
den Weg. Der Stecken dient nicht nur als Stütze sondern auch im
Notfall als Abwehrinstrument für zu angriffslustige Vögel.
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Auf zwei vorgelagerten Felsen nisten Möwen und
die nordischen Gannets, die wir in großen Brutkolonien schon
einmal in Kanada beobachten durften. |
| Der Weg führt vom Leuchtturm zu unserem ersten
isländischen Krater. Wir schenken einem Troll noch einen schönen
Stein, denn Trolle schützen die Reisenden. |
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Ein kalter Wind pfeift über die Klippen und man
wundert sich immer wieder wie viel hübsche kleine Blumen den
Stürmen trotzen. |
Am Ende unserer heutigen Etappe liegt Asbyrgi, keine Ansiedlung
mit 100 Einwohnern, nein, eine Tankstelle mit Laden, ein Infocenter
und ein Campingplatz. Im Infocenter gibt es Hotspot Internet, aber leider
ist es nicht möglich die website zu aktualisieren. Alles gelegen
in schönster Umgebung in einem breiten Canyon den ein Gletscherfluss
in den Basalt gegraben hat.
Im Schutz der Felsen wachsen Sträucher hinter denen die Zelte Windschutz
finden. Die Sonne geht erst gegen Mitternacht unter und da die Isländer
jetzt Urlaub haben und es nicht dunkel wird, ist auf dem Platz einiges
los.
Seit heute Nachmittag ist der Himmel blau und alle sitzen draußen
und genießen jeden Sonnenstrahl.
Dienstag 07.07.09
Sonne pur, 9,4°C bis 17,9°C
Auf der 864 zu Europas größtem Wasserfall, Wanderung zu zwei
weiteren Fällen, Übernachtung Camping Modrudalur an der 901
Obwohl unsere Nachtruhe erst nach Mitternacht begann
stehen wir um 6 Uhr auf und starten zu Europas größtem
Wasserfall dem Dettifoss.
Der Campingplatz in Asbyrgi liegt zwar sehr schön, war uns
aber nach den schönen Plätzen in freier Natur zu umtriebig. |
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Der Piste 864 folgend fahren wir entlang des vom Gletscherfluss
Jökulsa a Fjöllum in den Basalt gefressenen Canyon zum
Dettifoss. Vom Parkplatz aus bekommt man den ersten Eindruck der
Naturgewalten. |
| Ein Fußweg führt direkt an den Rand des
Wasserfalls, wo mit donnerndem Getöse 200 qm grauen Gletscherwassers
pro Sekunde auf einer Breite von 100m, 44 m in die Tiefe stürzen. |
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Kurz nach 7 Uhr in der Früh sind wir hier ganz allein und
können das Schauspiel in aller Ruhe genießen. Die Sonnenstrahlen
zaubern schönste Regenbögen in die aufsteigende Gischt.
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Über Stock und Stein entlang des Flusslaufs gelangen wir
zur nächsten Stufe flussaufwärts zum Selfoss Wasserfall.
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Das Wasser stürzt hier zwar "nur" 13m
tief, dafür aber in beachtlicher Breite, über einen V-förmigen
Einschnitt. Um die gesamte Länge des Falls auf ein Foto zu
bannen muss man weit weg sein, oder viele Aufnahmen machen. Der
Selfoss ist mindestens genauso beeindruckend wie der Dettifoss und
ganz subjektiv finde ich ihn wesentlich eindrucksvoller, ob seiner
enormen Breite. |
Der Weg zurück zum Dettifoss bietet viele schöne
Ausblicke auf den reißenden Fluss, der große Mengen
schwarzen Sand und Geröll aus den Bergen mitbringt.
Weiter flussabwärts befindet sich noch ein dritter Wasserfall,
der Hafragillfoss. Der Wanderweg führt entlang der Canyon Kante
weit oberhalb des Flusses zu einem Aussichtspunkt. Man kann auch
auf schlechter Piste mit dem Auto zu dem Punkt gelangen, aber die
Wanderung ist erlebnisreicher, zumal sich zahlreiche schöne
Ausblicke auf den Dettifoss und in den Canyon ergeben. |
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Hoch über dem Hafragillfoss machen wir Rast mit
bester Aussicht und genießen dann auf dem Rückweg die
Ausblicke auf den Dettifoss. |
Nach soviel Wasserfall kommt uns die karge Hochebene
bis zur Ringstrasse ausgesprochen trostlos vor. Nichts als Asche
und Steine, kein Grashalm und die schlechteste Piste bisher. Elendes
Waschbrett, total ausgefahren. Einziger Trost unser Sprinter nimmt
es gelassen und wir haben alles gut verstaut.
Einige Abschnitte sind jedoch so schlecht, dass alle nicht schneller
als 20 km/h fahren können. |
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Auf der Ringstrasse angekommen wenden wir uns auf Teer
in Richtung Osten bis zum Abzweig nach Modrudalur (901) und bleiben
dann dort auf dem schönen kleinen Campingplatz gleich bei einem
kleinen Restaurant in alter isländischer Bauweise mit Grasdach.
Von hier aus wollen wir eine Tour nach Askja organisieren.
Die Strassen dorthin sind nur für Geländefahrzeuge zugelassen.
Mittwoch 08.07.09
Sonne 9,8°C bis 19,1°C
Jeeptour mit Elisabet Kristjansdöttir nach Askja, www.fjalladyrd.is
Gestern haben wir Elisabeth nicht mehr erreicht, aber
heute Morgen klappt es dann doch noch. Kurz nach acht starten wir mit
Elisabeth in einem Durango mit hohen überbreiten Reifen ins innere
Hochland zur Caldera Askja, einem 50qkm grossen Krater mit einem 12qkm
grossen Kratersee in einer Höhe von 1000m.
Das Wetter ist wunderschön und laut Elisabet ist es nicht oft so.
Zwei Schweizer Ehepaare hatten uns Elisabeth empfohlen und der Tipp
war super, wie sich im Lauf des Tages zeigt.
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Um vor dem grossen Ansturm und bevor der Schnee zu
weich wird am Ziel zu sein gibt Eisabet ordentlich Gas. Auf der
F905 und F910 durchqueren wir eine weite Ebene. Einst wuchs dort
sattes Gras bis 1875 ein gewaltiger Vulkanausbruch die ganze Gegend
unter Lava und Asche verschüttete und die Farmer ihre Lebensgrundlage
verloren. |
| Weite Sand-, und Ascheflächen, alte Lavafelder,
helle Bimssteine, eine Mondlandschaft die ständig ihr Gesicht
wechselt. Die Piste wechselt von Waschbrett zu harter Lava, von
weicher Sandpiste zu harter Lavadecke. |
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Die einzige Brücke fährt über den reißenden
Gletscherfluss Jökulsa a Fjöllum, die anderen Flüsse
über quert man auf Furten.
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| die anderen Flüsse über quert man auf Furten |
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Am Askja Parkplatz angekommen rüsten wir uns mit Bergstiefeln,
Gamaschen und Stöcken aus um über Schneefelder und Vulkanasche
zum Gletschersee zu wandern. Noch ist der Schnee nicht so aufgeweicht,
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aber es ist trotzdem mühsam zu gehen und die Asche gibt
auch bei jedem Schritt nach. Der Lohn für die Mühe sind
unvergessliche Eindrücke einer faszinierenden Landschaft.
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Elisabet hat viel über die Entstehungsgeschichte
Islands und der Askja zu erzählen und die Begeisterung für
ihr geliebtes Hochland ist ansteckend.
Dem 4°C kalten Kratersee ist ein kleiner Krater vorgelagert, in
dem sich ein milchig grüner warmer See, der Viti, was übersetzt
die Hölle heißt befindet.
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Wer will kann in dem See baden. |
| Ein steiler Abstieg, Fumarole stoßen fauchend
stinkende Dämpfe aus. |
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Unten angekommen heißt es ausziehen und rein
ins Vergnügen. Das Wasser riecht nach Schwefel, ist ganz weich
und der Untergrund ist weicher Schlamm der heilende und vielleicht
auch verjüngende Wirkung haben soll.
Jedenfalls ist es ein irres Gefühl in der Hölle zu Baden.
Wir sind noch ganz allein im Krater. |
| Ein kurzer heftiger Aufstieg und am Kraterrand geht
die Wanderung weiter. Auf dem grossen See, Öskjuvatn, schwimmen
noch Eisschollen. |
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Am Fuß eines aus Lavasteinen gestalteten Denkmals
für den deutschen Geologen Walther Knebel, der am 10. Juli
1907 mit einem Boot auf dem Kratersee umgekommen ist, machen wir
unsere Mittagsrast.
Ohne zu reden lassen wir die Stimmung des Hochlands auf uns wirken. |
Der Rückweg über die inzwischen aufgeweichten
Schneefelder ist anstrengend, aber was macht das schon. Heute ist einer
der Traumtage und noch lange nicht zu Ende.
Die Einträge im Knebel Gedenkbuch haben uns gezeigt, das gutes
Wetter an dieser Stelle sehr selten ist.
| Auf dem Rückweg wandern wir noch von der Dreki
Hütte in die Drachenschlucht, Drekagil, wo Wasser und Wind
bizarre Formen in die Lava geschnitten haben. In der engen Schlucht
durchwaten wir den Bach und klettern entlang des Ufers bis es an
einem Wasserfall nicht mehr weiter geht. |
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Der Name Drachenschlucht kommt von zwei sich gegenüberstehenden
Lavasteinen, die wie streitende Drachen aussehen. |
| Zurück auf der F88 folgen wir dem Lauf des Jökulsa
a Fjöllum im Osten. Die Mondlandschaft, in der tatsächlich
die ersten amerikanischen Astronauten für die Mondlandung trainiert
haben, wird beherrscht vom 1682m hohen Vulkan Herdubreid, der Königin
über dieses Gebiet. |
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Der Gletscherfluss Jökulsa a Fjöllum fliesst
durch ein breites Sandbett bis er sich spektakulär in eine
Basaltschlucht gräbt um im weitern Verlauf später den
Canyon mit den Wasserfällen Selfoss und Dettifoss zu bilden. |
| Eine weitere Überraschung zwischen den Lavafeldern
ist das Naturschutzgebiet Herdubreidarfridland, eine grüne
Oase, entstanden durch klare aus der Lava austretende Quellen. Ein
grünes Paradies mit über 100 Pflanzenarten und verschieden
Wasservögeln. Klare Bäche, muntere Stromschnellen, einfach
unglaublich. |
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Hier soll 1775 der Outlaw Fjalla Eyvindur den Winter in
einer mit Lavasteinen ausgekleideten Erdhöhle verbracht haben.
Die Höhle wurde von dem klaren.4°C kalten Wasser durchspült
und "heizte" so die Behausung auf. Somit hatte er statt 27°C
minus überlebensfähige Temperaturen. Elisabet erzählt
uns an einem warmen sonnigen Platz die Geschichte von Eyvindur und seiner
Frau, die ihr Leben im Hochland auf der Flucht verbrachten. Elsabet
spricht deutsch mit einem sehr schönen Akzent und ist so begeistert
von ihrem Land, das ihre braunen Augen ständig strahlen.
Nach 11 Stunden treffen wir wieder in Modrudalur ein, müde und
voller wunderbarer Eindrücke.
Zum Abschluss der Tour bekommen wir im Restaurant noch
eine gute kräftige Gemüsesuppe mit Lammfleisch und Haus gebackenem
Brot.
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Elisabeth betreibt mit ihrem Mann und kleiner Tochter die Farm
Modrodalur. 300 Schafe, 60 Ziegen, ein Restaurant, eine Tankstelle,
ein Gästehaus und einen Campingplatz.
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Kernstück der Farm ist die kleine Kirche, die der Großvater
ihres Mannes selbst erbaut und gestaltet hat. Die neueren Gebäude
sind alle in der alten isländischen Bauweise von den jungen
Leuten gebaut worden. Tradition ist ihnen wichtig und der Erhalt
der Hochlandes mit seinen Sagen und Mythen.
Wir können Modrudalur und Elisabets Tour jedem Island Reisenden
empfehlen.
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Donnerstag 09.07.09
Sonne 11,6°C bis 19,2°C
Auf der Ringstrasse über Krafla zum Myvatn, dem Mückensee.
Strecke: 109km
Die Sonne scheint vom blauen Himmel und obwohl Modrudalur
ein guter Platz zum verweilen wäre ziehen wir weiter.
Von Rolf haben wir gelernt, dass man in Island bei schönem Wetter
das Land erforscht und nur bei Regen länger auf einem Fleck bleibt.
Auf der in diesem Abschnitt sehr gut ausgebauten Ringstrasse durchfahren
wir das Hochland bis Reykjalö am Myvatn, frischen im Supermarkt
unsere Vorräte auf und fahren ein Stück zurück
| nach Namafjall, zu dem bedeutensten Solfataren Feld Islands. Es
faucht und zischt aus Erdspalten und Schlammlöchern. Eine muntere
Farbpalette von Weiß über Gelb zu Braun. Schwefelgestank
lässt die Hölle erahnen, nur 2000m bis zur flüssigen
Magma, ein eigenartiges Gefühl. |
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| Eine Wanderung auf den Berg, der durchsetzt ist mit
Spalten aus denen Schwefeldämpfe aufsteigen, verschafft gute
Sicht nach Westen über den See, hinunter zu den Solfataren
und ins Krafla Gebiet, wo ein großes geothermisches Kraftwerk
gebaut wurde. |
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Lebenskünstler zwischen den Fumarolen
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Die 863 führt von der Ringstrasse unter der Pipeline
des geothermischen Kraftwerks hindurch zum Krater Maar Viti den
wir umrunden. |
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Eine Wanderung durch die bizarren Lavafelder der Vulkanspalte
Leirhnjukur die 1975 bis 1984 mehrmals aufbrach zeigt uns erneut
wie nah wir dem flüssigen Erdkern sind.
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Hermann entdeckt Lava mit Strukturen einer Tropfsteinhöhle
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Nach der Erkundung der mit heißem Wasser gefüllten
Erdspalte Grjötagja kommen wir auf einer schmalen Schotterstrasse
zum Camping Vodar. |
Freitag 10.07.09
Sonne, 12,5°C bis 20,5°C
Ringstrasse bis Skutustadir, 848 um den Myvatn, 87 in Richtung Norden,
Abstecher auf 856 zum Torfhof Grenjadarstadur, Übernachtung im
Laxardalur am Ufer der Laxar Strecke: 94km
Auf uns wartet ein neuer sonniger Tag. Jeden Tag wird
ein wenig wärmer.
| In Reykjahliö besichtigen wir vor der Weiterfahrt
die Kirche. Auf dem Friedhof sind noch die Grundmauern der alten
Kirche zu sehen, die im 18.Jahrhundert bei einem Vulkanausbruch
unversehrt blieb und alle Bewohner die Schutz gesucht hatten überlebten.
Die aufgetürmte Lava ist entlang der Friedhofsmauer gut zu
sehen. |
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Wenige km südlich wartet ein großes Lavafeld mit bizarren
Strukturen.
Die Dimmubogir, die düsteren Burgen, entstanden durch Lava,
die sich auf Sumpfgebiet ergoss.
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| Der explodierende Dampf riss die Lava in die Höhe
und gestaltete Türme und Figuren. Kein Wunder dass man hier
Trolle in den Steinen sieht und mit Phantasie kann man vieles mehr
entdecken. |
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Um das Gebiet vor Erosion und Versandung zu schützen
wurden Birken angesiedelt. Das Grün bildet einen schönen
Kontrast zu den schwarzen Lavagebilden. Die Wanderwege sind gut
gekennzeichnet und wir stromern bis zum Mittag durch das zerklüftete
Gelände. |
| Nach der anschließenden Besichtigung einiger
Pseudokrater am Seeufer bei Skutustadir ( Pseudokrater entstehen
durch Dampfexplosionen) haben wir uns eine Pause am Seeufer verdient.
Da die Mückenplage im Juli eine Pause macht, die Larven schlüpfen
im Juni und August, stört nichts die Beobachtung der Schwäne
und Entengeschwader. |
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Wir verlassen den Myvatn und die grünen Wiesen
am See in Richtung Norden auf der 87, und verschwinden in einer
weiten dürren Hochebene, die schneebedeckten Berge der Fjördum
immer im Blick.
Unterwegs führt ein Abstecher nach Grenjadarstadur zum größten
Torfhof Islands. Ein sehr gut deutsch sprechender Führer empfängt
uns und so erfahren wir einiges über die Geschichte des Hofes,
der von 1865 bis 1949 von den Gemeinde Pfarrern bewohnt und bewirtschaftet
wurde. 1958 wurde das Freilichtmuseum eröffnet. Die kostbaren
Deckengemälde der alten Kirche sind im Louvre in Paris ausgestellt. |
| Im Museum gibt es viele Dinge des alltäglichen
Lebens zu bestaunen. Einiges ist uns aus unserer Kindheit noch bekannt
aber wir eindecken auch was ganz tolles. Ein in der Länge und
ein in der Breite variables Bett. Veränderbar vom Kinderbett
zum Erwachsenen und vom Einzelbett zum Ehebett, super praktisch. |
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Zum Abschluss des Tages finden wir mit Laxardalur
direkt am klaren Fluss Laxar einen schönen Standplatz. Beim
Spaziergang durch die Wiesen muss man höllisch aufpassen. Die
Lava unter der weichen Grasdecke ist durchlöchert wie ein Schweizer
Käse. Hier können wir die Sonne und Natur pur genießen. |
| Mama Schaf beschwert sich aus der Ferne über
unsere Anwesenheit, wagt sich dann aber doch mit ihren beiden Lämmchen
in unsere Nähe. |
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11.07.09 Samstag
Sonne 11.6°C bis 20,6°C
Strasse 856, 87, 85 nach Husavik Strecke: 53 km
In der Früh ist es leicht bewölkt und wir glauben
schon an Wetterumschwung aber nach dm Frühstück strahlt die
Sonne vom blauen Himmel.
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Durch das grüne Laxardalur mit satten Wiesen,
bewachsenen Lavafelsen und dem munteren Fluss fahren wir zurück
zur 87 und weiter nach Husavik, der europäischen Hochburg der
Walbeobachtung. |
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Das Wetter ist traumschön und so entschließen wir
uns nach dem Besuch des interessanten Walmuseums zu einer Whale
Whatching Tour.
(Anmerkung: in der Touristen Hochburg ist man schlau und verlangt
den Ticket Preis gleich in Euro und hebt somit den Wechselkurs
Vorteil gleich auf.)
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Der nette Ort rund um den Hafen ist schnell besichtigt.
Sehenswert sind die alte Kirche und für mehr Zeit die drei
Museen des Ortes. |
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Gut eingepackt in Wetterschutzmäntel stechen wir in See
und bekommen gleich zu Beginn zwei Minkwale zu sehen.
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Wir queren den Skjalfandi Fjord, beobachten Papageientaucher
und Möwen und dann entdecken wir am Westufer der Halbinsel
Fjördum einen Humpback Whale (Buckelwal), der sich von dem
Boot beim Fressen nicht stören lässt.
Die weißen Seitenflossen sind im klaren Wasser gut zu sehen
und mehrmals hebt er seine Flucke (die Schwanzflosse) beim Tauchen
deutlich aus dem Wasser. |
| Der Wal kommt zur Freude aller ziemlich nah an das
Boot. Wenn wir das Schauspiel auch nicht zum ersten Mal sehen, so
begeistern uns diese Giganten doch immer wieder. |
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Zum Abschluss des wunderschönen Tages finden wir
an der Küste ein wenig weiter nördlich einen idealen Stellplatz
für die Nacht, direkt am Strand.
12.07.09 Sonntag
überwiegend Sonne, heftiger kalter Nordwind 9,5°C bis 15,3°C
von Husavik über 85/845 zum Godafoss Wasserfall weiter auf 844/842
Piste zum Aldeyarfoss. Strecke:103km
Unser Schlafplatz war ruhig und ideal zum beobachten der
Eiderenten, deren Küken eine ungeheure Energie entwickeln, tauchen,
plantschen und umeinander sausen. Es macht Spaß ihnen zuzuschauen.
Die Schneeberge liegen unter einer Wolkendecke und uns pfeift ein eisiger
Nordwind ums Haus.
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Husavik besitzt ein auf der Welt einzigartiges, kurioses
Museum, das Phallus Museum. Das gut besuchte Haus stellt Exponate
aller Grössen aus, von der Spitzmaus über Wale bis zum
Elefanten. Kaum zu glauben selbst ein Amerikaner hat sein bestes
Stück dem Museum vermacht. Kunstobjekte wie die isländische
Eishockeymannschaft in Silber, Lampen, Bestecke usw. runden die
Ausstellung ab. |
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272 Exponate von 92 Arten sind dort ausgestellt, getrocknet oder
in Formalin konserviert.
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Unser Weg führt uns wieder in Richtung Süden,
durch das Laxa Tal und eine weite fruchtbare Ebene zur Ringstrasse
zum Wasserfall Godafoss. Mit seinem klaren, grün weißen
Gletscherwasser hebt er sich deutlich von den bisherigen Fällen
ab.
Eine kleine Wanderung führt zu beiden Seiten der breiten Fälle. |
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Dem Fluss durchs grüne Baldadalur folgend und weiter auf
holpriger Piste hinauf ins karge Hochland kommen wir zum Wasserfall
Aldeyarfoss,
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Der Skälfandafljot hat sich tief ins Land eingeschnitten,
und je tiefer der Weg in die Schlucht hinab führt umso schöner
werden die Gesteinsstrukturen. Besonders beeindrucken uns die regelmäßigen
Basaltsäulen. |
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Der kaum erwähnte Wasserfall gefällt uns noch besser
als sein viel besuchter Bruder.
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Der Fluss stürzt mit enormer Energie in ein Becken und wirft
einen schäumenden Wasserdom von gewaltiger Grösse auf.
Oberhalb des Wasserfalls in der Hochebene finden wir einen luftigen
Stellplatz.
Über ein weites Schotterfeld sieht man hinab in das grüne
Tal.
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